Das weekly Learning

Ich schenke dir mit dieser Serie jede Woche eines meiner Learnings aus der aktuellen Woche 🧡 Wie du vielleicht weißt, lese und lerne ich unfassbar gerne – und weil ich eines Tages den Wunsch hatte, dir mein Wissen weiter zu geben, habe ich diese Serie ins Leben gerufen 🧡 hier kommt wöchentlich ein Aha fĂŒr dich, ein Impuls, eine Erkenntnis, etwas, das dich weiter bringt 🧡 – diesmal:

#05 Raus aus dem Dreieck!

Weekly learning Raus aus dem Dreieck

Wie oft bist du Opfer? „Immer passiert das mir, ich bin ja so bemitleidenswert“, wo TĂ€ter? „Schau, was der /die schon wieder gemacht hat!“ oder Retter „Ach, du bist ja wirklich ein Pechvogel! Dass das immer dir passiert, schrecklich!“

Wer kennt sie nicht, die drei Rollen im Drama Dreieck von Stephen Karpman aus der Transaktionsanalyse? Haben wir alle schon gelernt, ist uns bekannt. Aber, nehmen wir trotz des Wissens um diese Dynamik nicht immer wieder die einzelnen Rollen an? Sehr sehr hĂ€ufig, sogar? Doch, tun wir. Laufend!

Und was bringt es? In die Opferrolle zu schlĂŒpfen mag sich vielleicht gut anfĂŒhlen (kurzfristig), wenn ich mich bei Freunden ausweinen will, weil mich der Chef möglicherweise kritisiert hat. Was ich dadurch abgebe ist meine Verantwortung. Jemand anders soll mir sagen, wie ungerecht ich behandelt wurde. Und, dass ich nicht in der Lage, war fĂŒr mich selbst aufzustehen. Denn sonst wĂŒrd ich ja nicht jammern. Zu hoher Preis fĂŒr meine Eigenverantwortung, wĂŒrd ich sagen #sorrynotsorry – tut mir leid wenn es etwas piekst, aber da ist was dran, oder nicht?

Der Retter wiederum bestĂ€tigt dich dann in deinem (unselbststĂ€ndigen) Opferverhalten. Ach ja, du armes kleines Ding, kannst ja nix dafĂŒr, der Chef ist aber auch doof! Zugegeben, wir wollen helfen, das liegt in unserer Natur und das find ich auch sehr sehr schön, das macht uns menschlich. Aber indem wir dem Opfer bestĂ€tigen, dass es arm ist, helfen wir nicht. Im Gegenteil, wir unterstĂŒtzen die UnselbststĂ€ndigkeit und die Opferhaltung UND fĂŒhlen uns sooo gut, weil wir können retten, denn uns passiert das ja nicht! #sorrynotsorry.

Und als TĂ€ter aufzutreten „Schau, was der/die schon wieder gemacht hat“ ist auch nicht die Lösung – habe ich ehrlichweise sehr sehr oft inne gehabt, diese Rolle. Heute weiss ich, dass das verbale Hinhauen eigentlich nur ein Armutszeugnis ist, wenig Empathie, wenig Selbsterkenntnis und sehr viel eigene Unsicherheit und wenig  Bewusstsein – auch hier #sorrynotsorry 😄

Wie kannst du dieses Verhalten vermeiden? Du kannst es einerseits in der einschlĂ€gigen Literatur nachlesen – wie schon geschrieben, ist das ja ein alter Hut.

Du kannst dir soviel bewusster werden in deinem Leben. In deinem Verhalten, in deinem Denken. Du kannst aufhören, zu werten und zu urteilen, Du kannst anfangen zu erkennen, dass wir alle gleich sind. Alle. Ausnahmslos. Wie ich eben bei Michael Singer gelesen habe: wenn du durch einen wunderschönen botanischen Garten spazierst, dann freust du dich ĂŒber die vielen unterschiedlichen BlĂ€tter und BĂ€ume und Pflanzen. Du bemitleidest keines, du willst keines retten und schon gar nicht fĂŒhlst du dich wie ein unvollkommenes đŸ€— – – – stell dir doch in deinem Alltagsleben einmal vor, dass jeder einzelne Mensch wie ein Blatt oder ein Pflanze in diesem botanischen Garten ist – wunderschön und einzigartig, kraftvoll und selbstverantwortlich 🧡

đŸ”œ Wenn dir diese Serie gefĂ€llt, dann informiere deine Freunde und liebe Menschen darĂŒber – vielen Dank! đŸ”œ